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TÜV®

Funktionale Sicherheit

Analyse und Beurteilung von Sicherheitsbauteilen

TÜV AUSTRIA ist Ihr Partner in allen Themengebieten der Funktionalen Sicherheit:

  • Wir prüfen einfache Maschinen, bis hin zu komplexen, verketteten Anlagen
  • Wir bewerten die Hardware, die Software und den Prozess der Produktgestaltung
  • Unsere Experten verfügen über ein großes Fachwissen und langjährige Erfahrung
  • Unsere Kunden schätzen unsere unkomplizierte und praktische Herangehensweise
  • Gleichzeitig wird die Prüftiefe dem hohem Standard gerecht, der für die Sicherheit notwendig ist
  • Wir bilden Sie durch unser breites Portfolio an Coachings und Seminaren weiter
  • Wir sind schnell, effizient und modern

Je früher die Prüfingenieure vom TÜV AUSTRIA hinzugezogen werden, desto besser kann ein gemeinsamer Weg für die Evaluierung aufgestellt werden. Unsere Standorte sind über ganz Deutschland verteilt, um schnell bei Ihnen vor Ort sein zu können und bei Bedarf auch weltweit agieren zu können.

Unsere Dienstleistungen

Prüfung und Zertifizierung

Vom kleinen Sensor, über die Maschine bis hin zur großen Prozessanlage. Wir prüfen und zertifizieren die Funktionale Sicherheit in den verschiedensten Fachrichtungen. Hierbei werden die vorgestellten Produkte untersucht und praxisnah bewertet.

Bauteilanalyse und FMEDA

Sofern Kennzahlen benötigt werden, und das Ausfallverhalten mancher Komponenten nicht bekannt ist, erstellen wir Bauteilanalysen und FMEDA (Failure Modes Effects and Diagnostic Analysis). Bei bekannten Ausfällen von Bauteilen können wir ebenfalls die Weibull Analyse verwenden, um die Kennwerte statistisch zu errechnen.

Kundennahe Projektbetreuung

Das Umfeld der Funktionalen Sicherheit ist durch viele Regeln sehr komplex und es bestehen sehr viele Anforderungen, die ein Hersteller/Inverkehrbringer zu erfüllen hat. Wir informieren praxisnah und besprechen die notwendigen Nachweise für die Funktionale Sicherheit individuell mit dem Kunden.

Coachings und Seminare

Für tiefergehende Coachings in Bezug auf die konkrete Entwicklung des Produktes sind die Prüfingenieure der Neutralität verpflichtet, weshalb nicht nur eine unabhängige Person, sondern direkt eine unabhängige Firma mit uns zusammenarbeitet, die Sie dann ganz konkret bei der Ausführung unterstützen kann.

Anwendungsbeispiel Funktionale Sicherheit

Betrachtet wird eine Presse, die einen Auslösetaster für einen Hydraulikzylinder hat, der über ein Ventil geschaltet wird. Es gibt eine Pumpe, die das System mit dem nötigen Druck versorgt.

Die Sicherheitsfunktion wird nun definiert als das, was man macht über das was daraufhin passiert:

Der Bediener drückt den Taster, daraufhin wird das Ventil geschaltet, dieses schaltet den Druck auf die Kolbenseite des Zylinders und die Presse beginnt zu arbeiten. Sobald der Taster nicht gedrückt ist, wird das Ventil in die zweite Position geschaltet, hierbei wird die Ringseite des Zylinders mit Druck beaufschlagt und die Presse zieht sich auseinander. Ist die Taste gedrückt, presst die Presse, ist sie nicht gedrückt, öffnet sie sich wieder.

Das ist ein simples System der Funktionalen Sicherheit, denn es gibt einen Bediener, der einem Risiko ausgesetzt ist, wenn etwas nicht wie vorhergesehen funktioniert, also eine potenzielle Gefährdung und es gibt Steuerelemente, wie Taster, Ventile, Zylinder.

Die Sicherheitsfunktion lautet hier: „Schließen der Presse bei Anforderung“, denn davon geht die Gefahr aus.

Was ist, wenn wir jetzt einen Schritt weiter gehen und die Presse automatisieren, z.B. mit einer SPS?

Es kann sinnvoll sein, die Presse automatisch zu schließen, wenn ein Gegenstand in diese eingelegt wird. Die Gefahr für die Person, die Bauteil einlegt, ist als hoch einzustufen, da es möglich ist, sich zu verletzen.

Hier passieren jetzt neue Betrachtungen: Es ist nicht mehr relevant den Taster auszuwerten, da dieser nicht existiert, es ist jetzt relevant, dass die Presse unter gar keinen Umständen pressen soll, wenn der Bediener seine Hände unter dieser hat. Dies kann zum Beispiel mit einer Abwesenheitskontrolle durch eine Lichtschranke passieren. Die Lichtschranke setzt die Maschine in einen Stopp-Modus. Sobald die Lichtschranke meldet, dass nichts mehr im Wege steht, kann die Presse automatisch über die SPS ihren Betrieb aufnehmen.

Die Sicherheitsfunktion lautet „Energielosschalten der Presse bei Anwesenheitserkennung“.

Hiermit wurden zwei einfache Beispiele für den Einsatz der Funktionalen Sicherheit gezeigt, um verständlich zu machen, worum es im Wesentlichen geht. 

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